Unser Veranstaltungsort

Kloster Banz

Unser Veranstaltungsort: Kloster Banz

Das hoch über dem Maintal gelegene ehemalige Benediktinerkloster bietet Ihnen in angenehmer Arbeitsatmosphäre die Möglichkeit zu intensivem Erfahrungsaustausch.

Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung e.V.
Kloster Banz
96231 Bad Staffelstein
www.hss.de

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Eine kurze Einführung zu Kloster Banz

Kloster Banz hat eine mehr als 900jährige Geschichte. Ursprünglich befand sich eine Burg auf dem Banzberg, die als Grenzfeste diente. Die Herrscher von Banz waren die einflußreichen Markgrafen von Schweinfurt. In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts ließ König Heinrich die Burg gegen die einfallenden Ungarn zu einer neuntürmigen Festung erweitern. Um 1069/71 stiftete der Markgraf Hermann von Vohburg die Burg den Benediktinern. Doch kaum eine andere Abtei war so oft existentiell bedroht wie Kloster Banz. Bereits am Anfang des 12. Jahrhunderts scheint das klösterliche Leben in Banz wieder versiegt zu sein: der Investiturstreit blieb nicht ohne Auswirkungen. Erst als der heilige Bischof Otto I. von Bamberg die Erneuerung von Banz in die Hand nimmt, kommt es zu einem neuen Aufschwung. Seit dem Jahre 1241 tragen die Banzer Äbte Mitra und Stab; 1250 erhält der Konvent Zollfreiheit, und Abt Heinrich schreibt die erste Banzer Chronik. Die folgenden Jahre stehen im Zeichen des Wohlstands, bis 1505 ein großes Feuer das Kloster weitgehend einäschert.
Der Aufbau zieht sich durch das 16. Jahrhundert hin, denn der Bauernkrieg von 1525 mit seinen Aufständen und Plünderungen ebenso wie die Reformation stürzen Banz in zusätzliche Nöte. Sein Fortbestehen gerät im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) in neuerliche Gefahr: das Kloster wird von schwedischen und kaisertreuen Truppen verwüstet. Erst der Abt Otto de la Bourde führt Banz aus seinem Niedergang heraus. Nach den Plänen des oberbayerischen Baumeisters Dientzenhofer entsteht ein großartiger Barockbau, der nach dem Tod dieses Architekten von seinem Bruder Johann weitergeführt wird. 1719 wird die Klosterkirche geweiht. Bis 1772 übernehmen die Staffelsteiner Architekten Thomas Nißler und Sebastian Weber unter Beteiligung des berühmten Barockbaumeisters Balthasar Neumann den Bau der bewehrten Toranlage und der heute noch vorhandenen alten Wirtschaftsgebäude. Die künstlerische Innenausstattung stammt von den Gebrüdern Vogel sowie von dem Barockmaler Sebastian Reinhard, Schöpfer der zahlreichen Deckengemälde.
Im Zeitalter der Aufklärung erlebt das Kloster eine Zeit der geistigen Blüte: Seine wissenschaftliche und künstlerische Ausstattung und Tradition ziehen Forscher nach Banz. Doch zahlreiche Mönche werden vom aufklärerischen Zeitgeist erfaßt, so daß sich der Konvent schließlich in zwei Gruppen spaltet. Mehrere Mönche verlassen das Kloster und widmen sich weltlichen Aufgaben.
Die Säkularisation kommt im Jahre 1802/1803. Die Sammlung und Kunstschätze werden zerstreut. Man spricht vom Aufbruch der gesamten Anlage. Doch 1814 kauft Herzog Wilhelm in Bayern Banz auf und errichtet hier seine Sommerresidenz. Den Wittelsbacher Herzögen Wilhelm und Max sind die Petrefaktenausstellung und die Ägypten-Sammlung zu verdanken. Zu den Besuchern des Schlosses zählen die Zarin von Rußland, die Könige von Preußen und Bayern und – um die Wende zum 20. Jahrhundert – der Deutsche Kaiser Wilhelm II. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verpachten die Wittelsbacher ihren Besitz an die Trappisten; später, im Jahre 1933, erwirbt der Missionsorden der Gemeinschaft von den Heiligen Engeln das Anwesen. Noch einmal erblüht klösterliches Leben in den barocken Mauern. Im zweiten Weltkrieg schließlich dient Kloster Banz als Lazarett. 

Die Hanns Seidel Stiftung erwirbt Banz im Jahre 1978 und gestaltet es zur Begegnungs- und Bildungsstätte um.

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